Geschichte

Historisches

Wer die Vergangenheit nicht kennt, wird die Gegenwart nicht verstehen...
(Hans-Friedrich Bergmann)


Historisches Lernen ist bereits in der Grundschule möglich. Dabei geht es weniger um die großen Ereignisse früherer Zeiten als vielmehr um die Bedeutung der eigenen Herkunft.
Zeitzeugen begegnen den Kindern täglich und überall. Sie treten als Straßennamen, Gebäude, Denkmäler, Fotos, Lieder, Fremdwörter, Redensarten, CD-Rom, Filme, Brauchtum, Spiele, Bücher oder Altstadtfeste in Erscheinung.

Eine Quelle historischen Wissens ist die eigene Schule. Ein Grundschulkind soll wissen, dass seine gegenwärtige Lernsituation auf Entscheidungen der Vergangenheit beruht.
Malchin erhielt 1236 das Stadtrecht. Bereits 62 Jahre später gab es hier eine Schule samt Rektor. Unsere schulische Biografie ist eng mit der Stadtgeschichte verbunden. So fassten Vertreter des Malchiner Magistrats und der Kirche im 18. sowie 19.  Jahrhundert weit reichende Beschlüsse. Diese bewirkten u.a. den 1782 abgeschlossenen Neubau einer Schule auf dem Wedenhof. Der verdienstvolle Rektor Bülch leitete sie von 1824 bis 1844. Heute erinnert ein Gedenkstein an diesen bedeutenden Malchiner. Daneben steht die "Klockenschaul", welche 1847 eingeweiht worden war.

Der 1851 in Malchin eingeführte "Schulzwang" ließ die Anzahl der Klassen wachsen und führte zur Errichtung  eines zweiten, 1875 fertig gestellten Hauses , das 1889 und 1902 jeweils einen Ausbau erhielt. Seine Aufgänge tragen den Schriftzug "Pestalozzi-Schule". Die Namensgebung erfolgte allerdings erst am 2. Mai 1949. Diesem nennenswerten Tag schlossen sich sowohl kürzere als auch längere Zeitabschnitte mit baulichen Veränderungen an. So entstanden 1968 sowie 1987 weitere Fach- und Klassenräume.

1989 rekonstruierte man das Gebäude. Die "Klockenschaul" erhielt 3 Jahre später eine neue Innenansicht. Beide Häuser beherbergten in ihrer langen Geschichte u.a. eine Sonderschule, eine Krankenstation, eine öffentliche Buchausleihe, eine Zahnarztstation sowie die Regionalmusikschule. Die Bedingungen des Sportunterrichtes besserten sich 1997 durch die Übergabe eines Spiel- und Sportplatzes und 1999 durch die Modernisierung  der damals 14-jährigen Turnhalle.
Erhebliche Veränderungen sowie Einschränkungen verursachte die Rekonstruktion der Schulhäuser und des Schulhofes im Zeitraum von 1998 bis 2004. Unterricht und Bautätigkeiten waren aufeinander abzustimmen. Das Ergebnis dieser Modernisierung kann sich heute sehen lassen.

Richtungsweisende bildungspolitische Entscheidungen brachten die Wendejahre. Die bis dahin allgemeinbildende polytechnische Oberschule wurde zu einer Grundschule für die Klassenstufen 1 bis 4. Ihr gehörten im Entstehungsjahr 1991 insgesamt 396 Schüler sowie 17 Klassenlehrer an. Vergleichsweise gering dagegen erscheint die heutige Statistik mit 222 Schülern und 11 Klassenlehrern. Allerdings steht ihnen ein Förderverein zur Seite, der zukunftsorientiert arbeitet , außerunterrichtliche Angebote schafft und das Profil der Pestalozzi-Grundschule mitbestimmt.